So many nice places…

…where we have been in 2018.

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Zukunftsforschung: „Fortschritt macht arbeitslos“

18.09.2018, Stuttgart, Niels

IMG_6122„Winzige elektronische Bausteine bedrohen Millionen von Arbeitsplätzen in Industrie und Dienstleistungsgewerbe.“ In dem Spiegel-Artikel von 1978 „Uns steht eine Katastrophe bevor“ wird beschrieben, welche Tätigkeiten durch Automatisierung übernommen werden könnten und dann wird die Frage gestellt: „Aber: Was wird aus den Entlasteten? Im Zweifel Entlassene. […] Kein Experte, kein Volkswirt und kein Politiker hat bislang aufgezeigt, wo die vermeintlich freigesetzte Intelligenz und Kreativität sich entfalten kann, an welcher Ecke der Volkswirtschaft die vom technischen Fortschritt Abgelösten ihren Beitrag leisten können. […] Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze nimmt ab.“

Und diese Prognose galt nicht nur fürs Fernschreiberwerk, für die Produktion von Nähmaschinen, Taxametern oder Fernsprechvermittlungsapparaten, beim Ersatz von Arbeitern durch Universalroboter in der Automobilindustrie, sondern auch im Büro: „Die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr befürchtet den Verlust von 4000 Beamten-Stellen, falls die Bundesländer Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz die Daten der Grundbuch- und Katasterämter in einem zentralen Computer speichern. Derzeit müssen in den Ämtern alle Angaben handschriftlich in dicke Folianten eingetragen werden.“

Vielleicht erklärt sich die Prognose des Artikels insbesondere durch diese zu Grunde liegende Annahm: „Als Stimulans für eine kräftigere Konjunktur aber kommt die Mikroelektronik kaum in Frage […] Die neue Technik hat, anders als die bisherigen technischen Umwälzungen, kaum neue Produkte zu bieten.“ Und wenn, so sei die Produktion von z.B. Quarzuhren oder Telespielen mit so wenig Arbeitsaufwand zu bewältigen, dass die wegfallenden Arbeitsplätze nicht kompensiert werden könnten.

Dass in den letzten 40 Jahren dann doch der ein oder andere neue Arbeitsplatz entstehen konnte, lässt sich nachlesen (immer gerne beim Statistischen Bundesamt) — schon praktisch, dass solche Statistiken heute nicht mehr handschriftlich notiert und per Fernschreiber versandt werden.

 

 

was man heute wissen muss … ?…

11.09.2018, Stuttgart, Niels

hat  in der Zeit und in einem Buch versucht zu beantworten: https://www.zeit.de/2018/34/allgemeinwissen-kanon-globalisierung-digitalisierung-jugend-bildung/komplettansicht

So, was kenne ich denn aus den vier Bereichen, in die der Kanon unterteilt ist?

  • Kunst & Ästhetik: 18/25
    • Musik: das ist sehr populär, ich kenne 8/11
    • Kunst: ebenfalls bekannt, 6/7
    • Film: da könnte man auch ausführlich diskutieren, immerhin gesehen habe ich 4/6
    • Computerspiel: von minecraft habe ich bisher nur den Namen gelesen
  • Geschichte und Philosophie: 4/25
  • Sprache und Kommunikation
    • Buch 16/25
  • Mathematik & Naturwissenschaft: ähh… 5/25
    •  Buch (4/17)
      • Die Physiker (Friedrich Dürrenmatt): in der Schule gelesen und den Film gesehen und dann noch das Theaterstück besucht, in der 11. Klasse also ein klein wenig zu viel damit beschäftigt; im Studium dann noch einmal als naheliegende Anregung zum Thema „ich bin Physiker und zeige dass ich eine Meinung zu Verantwortung des Wissenschaftlers habe“ genutzt
      • Der Teil und das Ganze (Werner Heisenberg): habe ich vor dem Studium gelesen und war dann einer der Gründe für eben dieses (so meine Erinnerung), hat mich also anscheinend nachhaltig beeindruckt
      • Der Zahlenteufel (Hans Magnus Enzensberger): habe ich gelesen als ich schon etwas Ahnung von Mathematik hatte- obwohl schön aufgezeigt wird, worum es in der Disziplin geht, habe ich nicht ganz verstanden, wer die eigentliche Zielgruppe des Buches ist
      • Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman! (Richard Feynman): neulich kam mal wieder der Gedanke auf– eigentlich sollte ich mir Feynman lectures ins Bücherregal stellen, und am Stück lesen
    • Film

Mein Wissen deckt sich mit dem Kanon insbesondere nicht im Bereich der Naturwissenschaften —  aber das Zitat aus dem Zeit-Artikel finde ich gut:

Nicht zuletzt lädt ein Kanon zur intelligenten Unterhaltung im Familien- und Freundeskreis ein. „Wie kann man bloß Gustav Mahler vergessen!“, „Was hat ein Comic im Kanon zu suchen?“ oder „Da gehören mehr Werke von Frauen rein!“ Das Schöne ist: Beschränkung führt zu Entscheidungen. Willst du deinen Mahler, musst du mir erklären, warum ich meinen Duke Ellington streichen soll.

some notes on beer…

09.09.2018, Stuttgart, Niels

Nach ein paar Tagen Fahrradfahren in Franken und Craft-Beer-Trinken in Lissabon soll das praktische Wissen mit etwas Theorie unterfüttert werden.

  • Schon vor einiger Zeit sehr gerne gehört und nun wieder herausgesucht:  Podcast über „Bier“ CRE194 Bier

    Das Bier ist ein uns seit Jahrtausenden vertrautes Kulturelement, doch weiß kaum einer, wie man diese im wahrsten Sinne des Wortes „Flüssignahrung“ fachgerecht herstellt.

  • Und zum Nachlesen gefällt mir folgendes Buch gerade gut:
    UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3d3a
Parque das Nações (Lisbon)

Top 25 cities

21.08.2018, Lisbon, Niels

monocle has published the article Quality of Life Survey: top 25 cities, 2018 (issue July/ August). Highlights can be seen in this film. Cities like Munich, Vienna, Hamburg, Lisbon (as shown in the picture) are described; Stuttgart has been forgotten, apparently. Maybe this will affect decisions in the future– anyways, the criteria for comparing different monopolises are worth remembering.

Things and stuff

21.08.2018, Lisbon, Niels
  • I liked the very comprehensive article „Is AI riding a one-trick pony?“  in MIT technology review. It outlines the impressive progress of neural networks using deep learning in the last years — and how different this is from human intelligence.
  • It is helpful to know where you are and how to reach your goals: komoot is a nice website and app for finding your destination, e.g. when biking along the shore of Rio Tejo.
  • It is hard to imagine two places which have less in common — except offering beer and being nice in their very own way: Waldschänke in Franconia and Dois Corvos in Lisbon.